Rückblick “Create Siegfried!”
15.12.2011 | Lea-Maria Kneisel, Projektkoordination RING | 2 Kommentare
Fast 200 Teilnehmer aus ganz Deutschland hatten Kostüme für Siegfried, den Protagonisten des dritten Teils der RING-Tetralogie, für den Kostümdesignwettbewerb „Create Siegfried!“ eingereicht. Am 4. Dezember 2011 wurde im Theater im Pfalzbau der Sieger des Wettbewerbs gekürt, dessen Kostümentwurf somit die Vorlage für das Bühnenoutfit Siegfrieds ist.
Neben dem „Vorhang der Hoffnung“ im „Rheingold“ und der „Wand der Verzweiflung“ in der „Walküre“ ist das Siegfried-Kostüm das dritte Element im RING-Zyklus, mit dem junge Menschen aktiv in die Opernproduktionen eingebunden werden.
Die Jury, bestehend aus Cordula Erlenkötter (Kostümdirektorin Oper Halle), Theresia Kiefer (Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen), Susanne Wichert (Direktorin Kurt-Engelhorn Zentrums Mannheim), Bernd Pfütze (Leiter Institut für angewandten Realismus in Ludwigshafen) wählten unter Vorsitz von Hansgünther Heyme den Entwurf der 26-jährigen Kathrin Ehrenbogen aus Worms als Siegerin des Kostümdesignwettbewerbs aus. Die ausgebildete Modedesignerin geht zur Zeit in die Berufsbildende Schule Technik 2 in Ludwigshafen, wo sie ihr Fachabitur in Gestaltung macht. Des Weiteren arbeitet sie als Tätowiererin in Worms.
„Ihre Figurine fügt sich bestens in das bisher erarbeitete Konzept der RING-Inszenierung ein“, so Hansgünther Heyme, Intendant des Pfalzbau-Theaters und Regisseur des RING-Zyklus zum Gewinnerentwurf.
Der Zweitplatzierte Wolfgang Görlach war gleichzeitig der älteste Teilnehmer des Wettbewerbs und bewies, dass man auch mit 85 Jahren noch über eine Menge Kreativität verfügen kann. Er gestaltete Siegfried mit Pfauenaugen an den Schultern, um die Sinneserweiterung seines Helden zu visualisieren.
Drittplatzierte wurde Melanie Zissel, deren Manga-Entwurf an die Tokio Hotel-ähnlichen Kinder von Heymes Rheingold-Inszenierung erinnert.
Das Ernst-Bloch-Zentrum vergab außerdem Preise für die besten Texte, die sich mit dem Thema „Helden heute“ befassten. „Helden sind ‚Niemande‘, die durch eine besondere Leistung zu einem ‚Jemand‘ werden.“, formulierte die 18-jährige Güleser Dogan treffend und gewann damit den ersten Preis für den besten Heldentext. Michael Mahr und Zehra Bogocli erhielten jeweils den zweiten und dritten Preis für ihre Texte zum Thema Helden.
Bei den Besuchern des Wettbewerbs-Finale kam der originelle Entwurf von Mayra Hartmann de Carvalho am Besten an, der nach einer Abstimmung den Publikumspreis an diesem Tag gewann. Sie hatte auf einem Foto ihren Vater als Held im Konflikt zwischen Haushalt und Berufstätigkeit abgebildet.
Eingerahmt wurde die Gewinnerauswahl des Wettbewerbs durch verschiedene Interview-Präsentationen zum Thema „Helden heute“ sowie durch Auftritte des Rappers Joe Smith, der Schauspielgruppe „Schadstofffrei“ der drogenfreien Wohngemeinschaft Ludwigshafen und Mitgliedern der Nibelungenhorde Worms.
Hansgünther Heyme zeigte sich mit dem Wettbewerbsfinale und dem Gewinnerentwurf sehr zufrieden. Das Ergebnis kann man an den „Siegfried“-Vorstellungen am 26.10.2012 und 28.10.2012 auf der Bühne Theaters im Pfalzbau erleben.
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Kommentare
2 Kommentare bisher zu "Rückblick “Create Siegfried!”" // zum Formular
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Lotta schrieb am 11.01.12 um 11:15 Uhr:
Kewl you suhlod come up with that. Excellent!